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Eine Herzensangelegenheit – Errata

In der zweiten Ausgabe von Cthulhus Ruf erschien unser Abenteuer Eine Herzensangelegenheit, in das sich leider aus verschiedenen Gründen einige Fehler eingeschlichen haben. Die meisten hiervon sind kosmetischer Natur oder dürften durch die Autokorrektur im Kopf des Lesers zuverlässig behoben werden. Von einigen befürchten wir aber, dass sie zu größerer Verwirrung oder gar einem Scheitern des Abenteuers führen könnten, weswegen wir sie hier richtigstellen möchten:

Es folgen massive Spoiler:

  • Die Portraits von Strauchmann und seiner Frau stehen ihren Charakteren beinahe diametral gegenüber. Jetzt mag man sich natürlich mit einer gewissen Berechtigung fragen, ob Charakterbilder ein solches Aufheben rechtfertigen. In diesem Abenteuer spielt aber Konrad Strauchmann nicht nur eine zentrale Rolle, sondern die Handlung steht und fällt auch damit, dass seine Zerstreutheit und Rückgratlosigkeit bei Charakteren wie Spielern glaubwürdig ankommt und er möglichst lange als unschuldig und schutzbedürftig eingeschätzt wird. Und hierzu trägt das Portrait entscheidend bei. Nun ist uns durchaus bewusst, dass man damals stark bemüht war, auf Fotos selbstbewusst und ordentlich zu wirken, und dass es daher eine eher geringere Auswahl an zeitgenössischen Portraits gibt, die den gewünschten Eindruck hinterlassen – insbesondere in heutigen Augen, die weniger gestellte Fotos gewöhnt sind. Daher sind wir mit den folgenden Alternativvorschlägen für Strauchmann auch nicht hundertprozentig zufrieden und würden je nach Gruppe empfehlen, gar kein Portrait zu verwenden (was in der Testrunde wunderbar funktionierte). Nun aber genug der Worte; hier sind unsere Vorschläge:
  • Was Konrad Strauchmanns Foto in der Zeitschrift an Unordentlichkeit fehlt, hat dasjenige seiner Frau Elisabeth zu Genüge – leider im Gegensatz zu ihrem Charakter, der eher selbstbewusst und besonnen ist. Auch hier haben wir zwei Vorschläge:
  • Obwohl wiederholt als Mädchen für Alles bezeichnet, ist der optionale Charakter Abi männlich und würde vermutlich anderenfalls mit der historischen Wirklichkeit in Konflikt geraten.
  • Im Überblick steht, dass die Ghoule „die gefundene Mumie aus Amyntas Grab“ stehlen. Hier ist die weniger naheliegende Lesart korrekt, nämlich dass die in Amyntas’ Grab gefundene Mumie gestohlen wird – es sei denn natürlich, die Charaktere belassen sie fahrlässigerweise an ihrem Fundort. Außerdem könnte an einer Stelle der falsche Eindruck entstehen, dass Ammit in der Wirklichkeit des Abenteuers mehr als nur eine Sagengestalt sei („Blutdürstig wie sie [Ammit] ist, ringt Strauchmann mit sich selbst […]“).
  • Die Charaktere sind am Anfang des Abenteuers nicht, wie im letzten Satz auf Seite 10 beschrieben mit der Bestimmung der Position des Amyntasgrabs beschäftigt, sondern lediglich mit unterstützenden Arbeiten für die Ausgrabung eines anderen Bauwerks, aus dessen Position Konrad Strauchmann die Postition des Amyntasgrabs bestimmt.
  • Im Grab gibt es keinen Altar, wie im Kasten auf Seite 16 erwähnt, sondern lediglich eine Stelle vor dem Sarkophag, an der die Ghoule üblicherweise die Herzen darbieten (nostra culpa).
  • Viele Überschriften sind eine Ebene zu tief geraten, und zwar Prolog, Der Fund, Das Grabmal, Beobachtet und gejagt, Der Diebstahl der Mumie, Die Polizei, Die Ghoule, Eine besorgte Ehefrau, Weitere Opfer, Danksagung und Finale: Strauchmann, das Monster. Auch war der letzte Absatz auf Seite 18 eigentlich als Kasten vorgesehen.

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