Innsmouth Cover
Jan 20th, 2010 by Tom
Auf Wiedersehen Hans Schneider, Welcome Back Manfred Escher.
Ein famoses Cover bei dem uns der Altmeister der cthulhoiden Gestaltung einmal mehr zeigt, das er Konkurrenz nicht fürchten muss, denn er ist konkurrenzlos.


Dieser Blog beschäftigt sich in erster Linie mit dem Rollenspiel 










“ohne Worte” … da gibts nicht viel zu zu sagen … HER DAMIT
Phantastisch. Gefällt mir sogar noch besser als das Arkham-Cover. Wirkt frischer (fischiger?) und mehr aus einem Guss.
Spricht da nicht etwas Ironie aus Deinen Worten, Tom?
Ich habe schon lange kein gutes Cover mehr auf Pegasus-Produkten gesehen. Das ändert sich auch durch dieses überfrachtete Deckbild für pubertierende Cthulhu-Spielleiter nicht.
Ich find’s super.
Ich mag Manfreds Cover
Viele Grüße,
Thomas
¿¿¿ „Famos“, „phantastisch“, „ohne Worte“ ???
Naja, über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten.
Aber wenn es mein Job wäre mit der Publikation Geld zu vedienen, dann hätte ich den Entwurf abgelehnt …
Das Cover ist doch genial! Ich freue mich schon auf das Buch!
Also falls ich etwas ablehnen könnte, dann die uneinheitliche Gestaltung, die es seit dem Waffen-, Traum- & Mittelalterbuch gibt. Die 3 Bände sehen in meinem Cthulhu-Regal wie B-Ware aus. *g*
Als Mediengestalter muss ich auch mal meinen Senf dazu geben. Wie auch beim Cthulhu-Logo, bricht das Cover (wie fast alle anderen auch) sämtliche Gestaltungsregeln, primär was gute Typographie angeht.
Die Lesbarkeit sollte eigentlich immer im Vordergrund stehen.
Und ein Logo muss auch als Stempel abzubilden sein, also nur in schwarz und weiß. Um es Faxen zu können und vielleicht als Stempel zu nutzen, usw. Das aus der engl. 5. Edition rausgeklaute Cthulhu-Auge stört nur die Lesbarkeit der Schriftmarke. (die Schriftart gefällt mir nach wie vor gut).
Es wirkt ein wenig so, als hätte jemand versucht, alle Möglichkeiten, die Photoshop bietet, in einem Cover zu vereinen: Ebenen, Transparenzen, Konturen, Schatteneffekte und und und…
Dann wurde aus tausend Stockfotos ein Mischmasch angerührt.
Ich habe die englische Ausgabe und das Ölbild, welches die Flucht aus Innsmouth darstellt, gefällt mir einfach viel besser.
Mich stört auch die Innengestaltung: Manchmal ist weniger mehr. Halb-transparente Objekte hinter dem Text sehen zwar stimmungsvoll aus, stören aber das Lesen gewaltig.
Trotzdem gefallen mir die Pegasus-Werke gut. Auch wenn die Cover so aussehen, als hätte der Designer beim Gestalten eine Psychose bekommen. Vielleicht liegt es daran, dass ich nie den Mut hatte, selbst so weit zu gehen beim Gestalten. Und es sieht ja insgesamt auch stimmig aus. Aber man muss nicht alles ausreizen. Konzentration aufs Wesentliche.
Ich bin seit 20 Jahren Drucker, und hab schon tausende Cover etc. in den Händen gehabt …. Gestaltungsregeln kann man brechen, na und was soll`s, … Text der lesbar sein sollte, sollte es nach dem Schriftsatz auch schon bleiben, (vor allem im Innenteil) das ist auch meine Meinung, dennoch heben sich grad deshalb die Cover der Cthulhu Publikationen der offiziellen 20er Reihe vom Einheitsbrei ab … die ganze Linie durchweg hat Manfred einen Stil die er für die Cover beibehält … und das ist auch gut so… vielleicht könnte man eine völlige Neugestaltung anstreben, wenn ein runder Geburtstag (2011, 25 Jahre Cthulhu, Deutschland), ansteht, befürworten würde ich das aber nicht, für mich passen ja schon ein paar Bände optisch nicht zu den anderen, was mich persönlich extrem stört …. aber wie gesagt, über Geschmack lässt sich streiten, und das ist auch gut so
…)
Marc
PS: Das Auge ist auch nicht so mein Ding, aber es ist nunmehr seit Jahren das Logo, und sollte dann auch so bleiben ( ich frag im Kiosk immer noch nach einem Raider
Es liegt nicht an Manfred. Vielmehr ist das Auge schon seit 1998 Bestandteil des Covers und dient als Logo. Den grünen Cthulhu aus dem C hat Manfred rausgenommen, eine weitere Modernisierung war dann aber seitens des Verlages nicht gewünscht.
Ein neuer Entwurf für das Logo, angelehnt an den Stil des Originallogos von Chaosium zur aktuellen Ausgabe des Regelwerks hat es leider auch nur in mein Archiv geschafft. Man sieht also, die Vorgaben des Verlages sind einzuhalten und da hat ein Designer nicht immer den gewünschten Spielraum.
Schuber für die Cthuloide Welten und die dreibändige Ausgabe von Berge des Wahnsinns würde nicht nur Manfred gern gestalten. Aber wie so vieles, können und werden eben nicht alle Wünsche von Pegasus erfüllt.
Meine Frau sagt: “Kannst Du diese Seite mal wegmachen, davon wird einem ja übel!”
rofl.
Das Cover fängt die Stimmung in Innsmouth ganz prima ein. Wie wir wissen hat eine Epidemie viele Einwohner von Innsmouth hinwegrafft und der rapide Verfall der Stadt hat eingesetzt. Ein Großteil der Bevölkerung ist an einer ungeklärlichen, genetisch bedingten Krankheit, bei der die Gesichter der Erkrankten seltsam “fischartige” Züge annehmen, erkrankt, was auch als Innsmouth-Look bezeichnet wird. Das Cover vermittelt genau diesen Innsmouth-Look. Großes Kompliment an Manfred Escher, dessen Designs mir zumeist ganz wunderbar gefallen und für mich zu Cthulhu gehören.
Finde ich auch.
“Da wird einem ja übel” … “Designer beim Gestalten eine Psychose bekommen” … na ist doch klasse! Gehts bei Cthulhu denn nicht genau darum?
Ich muss sagen ich freue mich auch mal über deutlich andere und gewagtere Cover. Normale 0815-Cover gibts schon genug, warum nicht mal versuchen Cthulhu-Bücher auch cthuloid zu verpacken?
Außerdem: Wenns im Schrank steht sieht man das Cover doch schon garnicht mehr.
Ich sehe es auch wie Stefan. Ein gutes Cthulhu-Cover sollte im Idealfall auf den Inhalt und die Stimmung des Settings hindeuten. Bei Arkham fand ich die Gestaltung schon sehr schön und passend und bei Innsmouth ist es nicht anders
bin auch schon sehr gespannt auf den Abenteuerband “Sturm über Innsmouth”. Das wird ein fischiges Jahr!
Ich finde das Cover auch ein wenig zu überladen, aber trotzdem gut. Bei näherem Betrachten erinnern mich die Augen auch noch an Froschlaich,was dem ganzen noch eine zweite passende (?) Ebene gibt.
Außerdem habe ich zuerst “Quallenbuch” gelesen..hihi
Sorry, aber mir gefällt es nicht
Ich finds einfach super!
Das Cover gefällt mir auch sehr gut. Es ist schön wieder neue cthuloide Arbeiten von Manfred Escher zu sehen. Ich bin ein großer Fan!
Schließe mich der Meinung von InVISI an. Gestaltung und Komposition des Bildes ist ne Katastrophe. Mag sein da es den Wahnsinn der Story wiederspiegel soll, aber es sieht einfach Billig aus. Jeder der in der gestaltungstechnischen Branche arbeitet, würde für so eine Arbeit ne Kopfnuss vom Meister kassieren.
Eine Frage an die Lehrbuch-Gestalter Tobsucht und InVISI, die offenbar bei einem “Design-Meister” in die “Lehre” gegangen sind, der Kopfnüsse verteilt hat: Welche gestalterischen Fehler hat das Cover denn, die ich als interessierter Laie nicht erkennen kann? Könntet ihr bitte konkret erläutern, wo die künstlerischen Fehler in der Gestaltung liegen? Wenn möglich so, dass auch ich es verstehen kann?
ich find das dingen auch super. und innsmouth rockt sowieso.
klar sind eschers cover überladen und wuselig. aber für mich passen sie zum spiel. die meiste zeit stehen die bücher doch eh im regal und man sieht die rücken, die echt klasse aussehen zusammen.
was ich an titelschrift echt schlecht fand war die ausgerutschte zahnpasta tube die für die traumlande als schrift herhalten mußte,
bei escher kommen immer schöne schriften zum einsatz.
f’ doc shirmon htagn
Ja, muß ich dir Recht geben. Das Cover des Traumlandebuchs ist wirklich in vielfacher Hinsicht mißlungen. 1. Die Typo ist schrecklich unpassend, 2. Das moderne große Gesicht rechts oben geht gar nicht, 3. Tippfehler (!) auf dem Buchrücken, 4. Passt es nicht zu den anderen Cthulhubüchern und 5. Sieht es aus wie eine echt schlechte Kopie des Escher-Designs. Eigentlich ist auf dem Cover nur das Hauptmotiv schön und das stammt ursprünglich aus einem engl. sprachigen Dreamlandsbuch.
@Sadhan
Ich habe nie gesagt, ich wäre Lehrbuchgestalter. Auch ich habe so manches durchgedrehte Buchcover verbrochen. Und manchmal macht es einfach Laune, sich in tausend Ebenen in Photoshop zu verlieren… Ja und oft will auch der Chef oder
Kunde etwas, das man selbst so nicht gut findet. Und man sollte den Chef mal
gehörig durchschütteln.
Und schlussendlich kommt es ja immer darauf an, den Kunden glücklich zu machen und das heißt dann in der Branche oft “Verschlimmbessern”.
Gestaltungsregeln gibt es viele. Eine sehr wichtige ist:
Was will ich ausdrücken, herüberbringen, welche Wirkung will ich erreichen. Welche Zielgruppe habe ich. Die AIDA-Regel (Attention Interest Desire Action)…
Eigentlich sollte erst ein Entwurf auf Papier stehen, bevor man an den Rechner geht. Wie sah hier das Scribble dazu aus? Irgendwie wirkt das ganze Cover wie ein Brainstorming, was fällt mir alles zu einer Küstenstadt ein? Haken, Fisch, Meer, Augen sind auch immer gut und dann alles rauf aufs Cover.
Eine Linie sollte erkennbar sein. Die Schrift will gelesen werden, also
sollte man sie auch lesbar gestalten.
Schriften müssen nicht tausend Effekte aufweisen. Elegant geschwungene, fein geschnittene Schriftzüge haben eine ganze eigene Schönheit, die man mit modernen Ebenenstilen auch verwässern kann. (Erst recht wenn die Lichtspiele nur dazu dienen, die Typo vom Hintergrund abzuheben, weil man den Buchstaben keinen Platz auf dem Cover gönnt)
Und außerdem denke ich auch nur laut und habe hier meine Meinung kund getan. Und wenn ich an all die schrecklichen Powerpoint-Präsentationen denke, die ich in meinem Leben sehen musste, mit violetten Arialschriftzügen und völlig willkürlichen Zeilenabständen, ist das Cover im direkten Vergleich hohe Kunst.
Noch ein paar abschließende Gedanken, die mir hier gerade kommen: Cthulhu ist doch im Endeffekt ein völlig altmodisches Spiel, bei dem wir uns in eine romantisierte herrlich altmodische Welt flüchten. Und die tollen, stabilen Hardcover im Foliantenstil passen da doch perfekt. Warum nicht auch beim Cover in diese Richtung gehen?
Wäre die Reduktion auf ein Motiv nicht wirklich mutig und viel eindrucksvoller?
Vielleicht eine Prägung?
@ nVISI seinem letztem Absatz:
Ich vermute mal, der Verlag sieht das anders
Also von wegen altmodisches Spiel (in der Präsentation)
Ein ruhiges passendes Cover wäre natürlich mal einen Versuch wert.
Hab gestern das HEX-Grundregelwerk bekommen. Gut, anderes Setting, aber die grafische Aufmachung finde ich klasse.
Von der generellen Machart würde ich so etwas gerne mal testweise bei Cthulhu sehen. Also nicht so ein buntes Bildchen und so. Müsst Ihr Euch mal live anschauen. Passt mEn besser in die Zeit als das Innsmouth-Cover
Das HEX Cover sieht mE nach einem Indy Abklatsch aus. Gefällt mir persönlich jetzt nicht so gut. Aber Geschmäcker sind verschieden, wie man hier gut nachlesen kann.
Na ja, einem Pulp-RPG kann man das wohl kaum vorwerfen
Ich meine die Farbgebung im Rand und die generelle Aufmachung.
Da es angesprochen wurde: Das mit den Buchrücken von Pegasus ist auch so ne Sache: Machen die noch immer diese Lustiges-Taschenbuch-Fortsetzungsbildchen drauf? Grässlich kindisch.
Wie ein atmosphärisches Cthulhu-Cover aussieht kann man übrigens von den Franzosen lernen.
Wird der Band pünktlich zur RPC im April erscheinen ???