John Wick vergleicht die aktuelle Version von Call of Cthulhu mit der ersten Version des Horror-Rollenspiels, in Bezug auf den Preis, um dieser Frage auf den Grund zu gehen:
“Games are too expensive. They’re not as good as they used to be and they cost too much. I remember when games were inexpensive, had more material and were better designed. When are gaming companies going to stop cheating the public out of its money, and when is the public going to wise up about gaming companies?”
Sind Rollenspiele also wirklich teurer geworden oder verklärt man nur die gute alte Zeit?
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Das Ganze geht übrigens zurück auf diesen Artikel von www.rpg.net.
Also ich finde 40-50 EUR für ein Regelwerk sehr, sehr teuer. Betrachtet man dann dem Umfang, kommt man schließlich darauf hinaus, dass es auch kein ganz so normaler Preis für Bücher im Hardcover ist.
Ich bezahle zum Teil 24 EUR für Hardcoverbände, wie die “Twilight” Serie in deutsch. Durch den Hype darüber könnte man viel mehr nehmen und es würde sich totzdem, wie Bolle verkaufen.
Gut – in GRWs muss noch recherchiert werden und Bilder gibt es auch. Aber ist das genug, um 16 – 26 EUR Preiszuschlag zu begründen?
Ja, Rollenspiele sind teurer geworden und dicker. Aber die Dicke und die Qualität rechtfertigen nicht den Preis.
Leider müsstest du aber unser komplettes Wirtschaftssystem umkrempeln, bis sich was tut, oder einfach mal wieder ne neue Währung einführen – bis wir wieder irgendwann nen Schuldenrekord und Staatsverschldung über 60% haben. Das ist halt nun mal ne fette Produktionskette, wo es oft auch nicht wirklich billiger geht.
Die Fage ist eher: würden sich die Spiele besser verkaufen, wenn sie wieder so wären wie 80er oder 90erJahre Rollenspiele (speziell auf Cthulhu gesehen)?! 90er Jahre Artwork? Paperback?
An sich hängt aber in so einem Werk auch viel Arbeit drin, dass wohl oft auch nicht mehr richtig durchgelesen wird – obwohl es doch oft richtig gute Infos sind. Aber man kann es halt nicht jeden Recht machen: der eine will mehr Infos, der andeere begnügt sich mit einem Übersichtsband in Lexikonart. Die Qualität hat zugenommen.
Vielleicht liebe ich deswegen auch diese „leichten“ Indie-Spiele, weil sie einem einen schnellen Einstieg und Überblick geben, aber eben keienn großartigen Tiefgang. Cthulhu ist aber nun mal auch ein Rollenspiel, dass Tiefe bieten will.
Der Mann hat Recht! $ 30 wären heute locker das Doppelte und ich kann mich noch gut daran erinnern, dass die AD&D-Bände aus den USA 1985 in den Katalogen nicht unter 60-65 DM PRO Buch zu haben waren – das wären heute € 60 pro Band.
Richtig aist allerdings auch, dass vielen und immer mehr Leuten die Scheine nicht mehr so locker in der Tasche sitzen.
Was den Preis von anderen Hardcover-Büchern angeht, so muss man die geringere Auflage von RSP bedenken – economy of scales greift nicht bei 5000 Exemplaren oder weniger.
Was allerdings noch fehlt, sind genügend preiswerte Einsteigerrollenspiele, die für 12-15jährige einen gelungenen Einstieg böten und den dann schrittweise ausbauen. “Klingensucher” scheint da ein ganz guter (wenn auch zu versteckter) deutscher Ansatz zu sein. Die D&D 3.0-Box war gut, aber leider nicht ausbaufähig (keine Basis-, Experten- Echt-Krasser-Fantasy-Checker-Box-Folge).
Savage Worlds bringt viel Spiel für wenig Geld ( 10 Eus und das Spiel ist komplett!), aber leider (noch) auf deutsch.
Mal schauen, ob sich das bald bessert. Aber ansonsten möchte ich den alten Standard für einen aktuell vergleichbaren Preis NICHT wiederhaben – zum Glück hat sich ja viel in der Drucktechnik getan.