permalink

2

Unsterbliche Kunst – Fundstücke B

Es ist Zeit für den zweiten Teil unserer kleinen Bildergalerie! Auch dieses Mal gibt es wieder drei Handouts für den heimischen Cthulhu-Tisch. Dank geht besonders an Kaid alias Wendigogo für seine Einsendungen; unter anderem hat er das erste Bild für diesen Artikel herausgesucht. Wenn ihr auch noch interessante Mythos-Abbildungen findet, direkt an: Stefan.Droste ÄT Cthulhu.de!

Und nun ohne weitere Umschweife zu drei kurzen Blicken auf “klassische” Gegner so mancher Investigatoren.

Kupferstich – 15. Jahrhundert, Süddeutschland

Schongauer_St._Antonius

Aus der Sagenwelt des Bergischen Landes (1897): Zwischen Dünnwald und Paffrath liegt ein Kalkfelsen, der wegen seiner vielen Höhlen Kluftstein oder Klutstein genannt wird, und an dem einst ein Pilgerweg verlief. Eines Tages wurde das Gebet einer Gruppe frommer Pilger plötzlich durch einem gellenden Wehruf unterbrochen. Zwei schlechte Menschen und Mönch wurden von fliegenden Teufeln angegriffen. Teils durch Gewalt, teils durch das Zeichen des Kreuzes konnten die Widersacher verdrängt werden, der Mönch jedoch wurde von den Teufeln gen Himmel geschleppt und ward nie wieder gesehen.

(Das Bild stammt von commons.wikimedia.org)

Kolorierte Zeichnung – 1778, England

'Canoe_of_the_Sandwich_Islands,_the_Rowers_Masked',_by_John_Webber,_c._1778Der englische Maler John Webber nahm als Zeichner an James Cooks dritter Südsee-Expedition teil, bei der auch dieses Bild entstand. Laut Untertitel zeigt es eine Gruppe maskierter Ruderer von den Sandwich-Inseln, dem heutigen Hawaii. Dieses Kanu, so erzählen die Reiseberichte, steuerte das vor Anker liegenden Schiff der Europäer an und entfernte sich dann wieder. Weshalb die Eingeborenen dies taten blieb ungeklärt, ebenso weshalb die Männer sich auf diese Weise maskiert und die eigenartige Totemfigur mit sich geführt hatten. Cook selbst sah England nie wieder, er wurde von hawaiianischen Kriegern zerstückelt.

(Das Bild stammt von commons.wikimedia.org)

Plüschtier – 2009, Japan

Shoggoth_PlushPünktlich zum Weihnachtsgeschäft erfasst ein neuer Spielzeugtrend Kinder, Jugendliche und Junggebliebene in aller Welt: “Cho-Gi” nennt sich das flauschige Etwas, welches mit einer Vielzahl Augen und Münder ausgeliefert wird, die der Kunde ganz nach Belieben selbt anbringen kann. “Dabei gibt es kein Richtig oder Falsch,” betont Pressesprecher Kage, “jeder Cho-Gi ist anders!” Besonders die Möglichkeit, das rosa Geschöpf mit einer Wärmflasche auszustatten macht es ideal für die Winterzeit. Dieser plötzliche Trend überrasch jedoch selbst Marktforscher, die Verkaufszahlen in mehrstelliger Millionenhöhe prognostizieren.

(Herstellung und Model: Jen)

Autor: Stefan

Trotz meines eher klapprigen Synonyms bin ich erst Jahrgang 88, womit ich wohl zum unteren Ende der Blog-Demographie gehören dürfte. Ich studiere im sehr cthuloiden Göttingen und habe mich erst vor kurzem entschlossen, nach Jahren des „Konsums“ nun selbst für mein größtes Hobby, das Cthulhu-Rollenspiel aktiv zu werden.

2 Kommentare

  1. Die ersten beiden Bilder sollte man sich unbedingt im Wiki in wunderbarer Auflösung ansehen!
    Die zweite Zeichnung finde ich besonders interessant, da die Kopfbedeckungen doch schon auffällig an Cthulhu erinnern. Ob man da auf etwas gestoßen ist?

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.

*